Ebbe statt Flut: Die Reaktion der Europäischen Zentralbank auf die Große Rezession

Dieser Beitrag ist auch im Blog Ökonomenstimme erschienen: Link I. Die Realwirtschaft im fünften Jahr der Großen Rezession Die von der amerikanischen Subprimekrise ausgelöste Große Rezession hat viele Länder aus ihrem langfristigen Wachstumspfad geworfen. Anders als in normalen Rezessionen haben die meisten Länder auch 5 Jahre nach Beginn der Rezession ihre Wachstumsverluste noch nicht wieder… Ebbe statt Flut: Die Reaktion der Europäischen Zentralbank auf die Große Rezession weiterlesen

Interne Abwertung der Eurokrisenländer erfordert Angleichung der Preisniveaus aller Euroländer

Die Entstehung der Eurokrise ist wesentlich auf die divergierenden Inflationsraten der Mitgliedsländer zurückzuführen. In den Schuldnerländern waren die Inflationsraten überdurchschnittlich, in Gläubigerländern wie Deutschland und Finnland waren sie unterdurchschnittlich (Abbildung 1). Da die Geldpolitik der EZB zu einer Angleichung der Nominalzinsen führte, resultierten bei divergierenden Inflationsraten divergierende Realzinsen. Dadurch entstanden in den Hochinflationsländern ökonomische Anreize… Interne Abwertung der Eurokrisenländer erfordert Angleichung der Preisniveaus aller Euroländer weiterlesen

Merkels Märchen und Draghis Drache

Merkels Märchen von der fiskalpolitischen Disziplinlosigkeit der Euro-Krisenländer Ein Blick auf die aktuelle Zinsentwicklung für 10-jährige Staatsanleihen zeigt, dass es keiner EU-Ratssitzung bislang gelungen ist, die Finanzmärkte nachhaltig zu beruhigen. Seit Anfang November sind die Zinsdifferenzen der Eurokrisenländer im Vergleich zu Deutschland nochmals kräftig gestiegen – obwohl auch die deutschen Zinsen seit Mitte November einen… Merkels Märchen und Draghis Drache weiterlesen

Was passiert bei einem Staatsbankrott der Krisenländer?

Schaut man sich die Zinsentwicklung auf dem Markt für 10jährige Staatsanleihen im Vergleich zu Deutschland an, kann man einige bedenkliche Tendenzen erkennen (Schaubild 1): Der französische Zinsspread steht mit ca. 1% jetzt da, wo der spanische und italienische im Mai vergangenen Jahres standen. Der spanische und italienische mit ca. 4% (vor dem Beginn der EZB-Interventionen)… Was passiert bei einem Staatsbankrott der Krisenländer? weiterlesen

Die Wahl der Qual: Staatsschuldenkrise oder doch lieber Bankenkrise?

Die Finanzmärkte geben keine Ruhe – noch nicht einmal in der Ferienzeit. Nachdem sie ein Jahrzehnt lang die sich anbahnenden Verschuldungsprobleme verschlafen haben, scheint sie jetzt der Informationseffizienz-Furor gepackt zu haben. Ein Phänomen, das die Verhaltensökonomen wahrscheinlich unter dem Stichwort „Framing-Effekt“ verbuchen werden. EU-Kommissionspräsident Barroso hat jedenfalls darauf reagiert und in einem Schreiben an die… Die Wahl der Qual: Staatsschuldenkrise oder doch lieber Bankenkrise? weiterlesen

Keine Gefahr von Dominoeffekten bei Staatsbankrotten in einer Währungsunion?

In der aktuellen Diskussion der Europäischen Schuldenkrise zeichnet sich in Deutschland die Tendenz ab, die Ansteckungsgefahr von möglichen Staatsbankrotten eher gering einzuschätzen. So hat Stefan Homburg in einem Spiegel-Interview die Ansicht geäußert „Es gibt kein ökonomisches Argument, warum Staatsinsolvenzen in einer Währungsunion schlimmer sein sollten als sonst“ und Volker Wieland hat in einem FAZ-Interview auf… Keine Gefahr von Dominoeffekten bei Staatsbankrotten in einer Währungsunion? weiterlesen

Showdown in der Eurozone?

Diese Woche wird es spannend in der Eurozone. Der ECOFIN-Rat hat bei seiner letzten Tagung angekündigt, dass Griechenland eine weitere 12 Mrd. Euro Tranche aus dem schon im Mai 2010 beschlossenen Rettungspaket von 110 Mrd. Euro nur ausbezahlt bekommt, wenn das griechische Parlament einem Gesetzesbündel über Steuererhöhungen, Sparmaßnahmen und Privatisierungen zustimmt. Die Zustimmung ist alles… Showdown in der Eurozone? weiterlesen