Wettbewerb und Kooperation aus evolutionstheoretischer Perspektive

Nach der neoklassischen Wirtschaftstheorie sind kooperativem Verhalten im herkömmlichen Sinn enge Grenzen gesetzt. Ohne die Möglichkeit bindende Verträge abzuschließen, strebt der Homo oeconomicus stets den Nash-Gleichgewichtspunkt an. Ein Verhalten, das mit zunehmender Anzahl der Spieler wohl eher dem herkömmlichen Verständnis von Wettbewerbsverhalten entspricht. Ändert sich dies, wenn man sich nicht auf die neoklassische Wirtschaftstheorie sondern… Wettbewerb und Kooperation aus evolutionstheoretischer Perspektive weiterlesen

Der Mythos von den „großen Herausforderungen“

Maurer, Rainer (2017), Ist angesichts sogenannter „Großer gesellschaftlicher Herausforderungen“ ein Umbau des Wissenschaftssystems erforderlich?, Aufklärung und Kritik, 24 (1), S.127-143, Nürnberg. Vortrag für das Hotspot-Symposium „Die Rolle der Hochschule in der Gesellschaft“ In der Verfilmung des Romans „Er ist wieder da“ hält der wiedererstandene Adolf Hitler eine bizarre Fernsehansprache, bei der das Publikum augenscheinlich stark… Der Mythos von den „großen Herausforderungen“ weiterlesen

Nachhaltige Entwicklung – eine sinnvolle Aufgabe für Unternehmen?

Die Forderung, dass private Unternehmen auf freiwilliger Basis ihre Unternehmensziele an die Erfordernisse einer „nachhaltigen Entwicklung“ anpassen sollen, findet derzeit weite Verbreitung. In dem von Beschorner und Hadjuk hier besprochenen Positionspapier des Schweizer Bundesrates zur „gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen“ wird diese Forderung ebenso erhoben, wie in den diesbezüglichen „Erwartungen“ der deutschen Bundesregierung, die im „Deutschen Nachhaltigkeitskodex“… Nachhaltige Entwicklung – eine sinnvolle Aufgabe für Unternehmen? weiterlesen

Säkulare Stagnation – ein realistisches Szenario?

Wenn sich das Say’sche Theorem aus der Neoklassik verabschiedet Zu den charakteristischen Eigenschaften des neoklassischen Modells zählt seine Immunität gegenüber Nachfrageschocks: Weil die Einkommenshöhe immer schon zum Beginn der Produktionsperiode feststeht, führt ein Rückgang der Konsumnachfrage über den Anstieg der Ersparnis zu niedrigeren Zinsen und damit zu einer Erhöhung der Investitionsnachfrage – und umgekehrt. Nachfrageschwankungen… Säkulare Stagnation – ein realistisches Szenario? weiterlesen

Die Europäische Währungsunion auf dem Weg in die Deflation?

Die Hyperinflation muss weiter warten Als die Europäische Zentralbank (EZB) im November 2011 damit begann sehr langlaufende Refinanzierungsgeschäfte (LTRO) mit unbegrenzter Zuteilung anzubieten und die Zentralbankmenge innerhalb weniger Monate von rund 1000 Mrd. Euro auf fast 1800 Mrd. Euro anstieg (vgl. Abbildung 5), war es für viele deutsche Ökonomen ausgemachte Sache: Nun kommt die Hyperinflation!… Die Europäische Währungsunion auf dem Weg in die Deflation? weiterlesen

Rein in die Carry Trades, raus aus den Carry Trades – sind Wechselkurse zum Spielball der Spekulation geworden?

Dieser Beitrag ist auch im Blog Ökonomenstimme erschienen: Link Die Turbulenzen an den Devisenmärkten sorgen derzeit für Schlagzeilen. „Anleger suchen sich immer neue Opfer“ titelte kürzlich die FAZ. „Schwellenländer erklären Spekulanten den Krieg“ hieß es gar in der „Welt“ und selbst das Handelsblatt konnte sich zuletzt ein „Spekulanten riechen Blut“ nicht mehr verkneifen. Im Blickfeld… Rein in die Carry Trades, raus aus den Carry Trades – sind Wechselkurse zum Spielball der Spekulation geworden? weiterlesen

Schnell noch ein paar Bitcoins kaufen?

Dieser Beitrag ist auch im Blog Ökonomenstimme erschienen: Link Interview zum Thema auf hr2: „Just a little bitCoin“ Die jüngste Kursentwicklung der digitalen Privatwährung „Bitcoin“ ist beeindruckend. Hat man am 27. Oktober 2010 für einen US-Dollar Bitcoins gekauft, so haben diese am 27. Oktober 2013 einen Marktwert von 1024 US-Dollar besessen (Kurstabelle). Das entspricht einer… Schnell noch ein paar Bitcoins kaufen? weiterlesen

Leider noch immer aktuell: Flüchtlingsströme und Agrarsubventionen

Die Flüchtlingskatastrophe vor Lampedusa hat wieder einmal verdeutlicht, dass der Migrationsdruck in vielen afrikanischen Ländern so stark ist, dass die Menschen dort enorme Risiken eingehen, um auszuwandern. Ein Faktor, der zu diesem Migrationsdruck beiträgt, sind die Agrarsubventionen, die an die Bauern in den wohlhabenden Ländern gezahlt werden. Sie führen zu landwirtschaftlichen Nettoexporten der wohlhabenden Länder… Leider noch immer aktuell: Flüchtlingsströme und Agrarsubventionen weiterlesen